Paella

Jedermann kennt sie, die Paella. Doch ist eine Paella gleich der anderen, oder gibt es gravierende Unterschiede? Drei Bestandteile haben alle gemeinsam: Olivenöl, Reis und Safran. Die gelbliche Färbung des Reises, durch den Einsatz des „teuersten Gewürzes der Welt“ kann auch durch Paprikapulvermischungen oder Lebensmittelfarbsoffen wie Tartrazin erreicht werden. Die weiteren Zutaten variieren je nach Region oder geschmacklichen Vorzügen. Die unter Besuchern so beliebte Meeresfrüchte- Paella ist eine Abart des ursprünglichen Reisgerichtes und wird von den Einheimischen oft auch als „Paella du turistas“, Touristen-Paella, bezeichnet.

Bekannt wurde die Paella in der spanischen Region Valencia und galt lange Zeit als „arme Leute Essen“. In großen flachen Pfannen, spanisch „Paellera“, wird das Gericht traditionell zubereitet und so kam die Paella auch zu ihrem Namen.
Solche Paelleras findet man in unterschiedlichen Größen, von der 2-Personen Pfanne bis hin zu einer riesigen Paellera mit ca. 21 m Durchmesser, an der 2001 80 Köche um einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde kochten.

Eine Paella wird traditionell auf offenem Feuer zubereitet und gegessen wird direkt aus der Pfanne, vom Rand zum Inneren hin. Möchten Sie selbst eine Paella kochen so gelingt ihnen das auch auf dem Gas- oder Elektroherd. Spanische Köche beschreiben das leichte Anbacken des Reises an der Pfanne als besonders wichtig. Wird die Paella nicht umgerührt so nimmt der Reis den Geschmack des jeweiligen Fleisches an. Die valencianische Grundvariante „Paella valenciana“ wird mit Kaninchen und Huhn zubereitet. Außerdem geben „Garrofós“, eine spanische Bohnenart, sowie Tomaten, Paprikapulver , Olivenöl und Safran dem Reis den „Paella-Geschmack“.

Auch wenn unter den spanischen Köchen Uneinigkeit über die Zubereitung und Zutaten der Paella besteht, so sind alle davon überzeugt, dass das Gericht als Abendessen zu schwer im Magen liegt und daher besser zu Mittag geeignet ist.

Ob die Paella das spanische Nationalgericht darstellt ist umstritten. Fest steht jedoch, dass das Reisgericht in der sehr regional geprägten spanischen Küche eine nationale Bedeutung erlangte und in keinem Spanienbesuch fehlen sollte.

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